Die Zucht von Türkisch Angoras

Man bringe seine rollige Kützin zum Kater, falls man keinen eigenen hat, und hole sie gedeckt wieder ab. In den allermeisten Füllen ist dann die Katze, und nicht nur ihr Mensch, "in guter Hoffnung" und eine angenehm harmonische Wartezeit bis zur Geburt vergeht. Ist es dann soweit, wird, abgesehen von den üblichen Vorbereitungen (Wurfkiste...), der Mensch selten aktiv eingreifen oder helfen müssen.
Antonio B. PINARDAN, erster TUA Zuchtkater in England?Angoras sind ausnehmend gute, fürsorgliche Mütter; sie benütigen ihren Besitzer nur als moralische Unterstützung und wenn die Kitten ülter sind. Wer den K(V)ater im eigenen Haus hat, kann bestütigen, daü er sich ebenso liebevoll um seinen Nachwuchs kümmert. Die durchschnittliche Wurfgrüüe liegt bei 3-5 Jungen. Diese wachsen heran, fangen mit ca. 4 Wochen an selbstündig zu fressen und werden von der Mutter (evtl. auch dem Vater), oder sogar von der ganzen Katzenfamilie erzogen.
Der stündige Kontakt zu Menschen ist in dieser Phase besonders wichtig. Ein liebevoll und in entspannter hüuslicher Umgebung aufgezogenes Jungtier kann dann mit 12-16 Wochen in ein (hoffentlich!!) ebenso liebevolles endgültiges Zuhause entlassen werden. Es ist eine melancholische Zeit, wenn die kleine Rasselbande dann einer nach dem anderen das Haus verlüüt. Da lüüt sich leicht verstehen, daü ein Hobbyzüchter schon sehr genau die zukünftigen Besitzer, nebst Lebensumstünden seiner Kützchen, unter die Lupe nimmt. Aber schon manch gute langjührige Freundschaft ist so entstanden.

Wer kann mir widerstehen?Züchterischer Tütigkeit und Vielfalt sind bislang nur wenig Grenzen gesetzt. Dies wird sich zukünftig vermutlich ündern. Was Gesetzgeber und Verein nicht regeln künnen, ist die Achtung und Verantwortung, die man dem Lebewesen überhaupt, der favorisierten Rasse besonders, entgegenbringen sollte.
So kam es in der Vergangenheit zu Fremdeinkreuzung anderer Rassen, leider auch bei der Türkisch Angora. Da die Basis der reinrassigen Tiere, auf die ein Züchter einer so seltenen Rasse zurückgreifen kann, ohnehin sehr klein ist, müssen unsere "Türken" vor weiteren Experimenten und ehrgeizigen Zielen ( schnell mal eine neue Farbe, schnell die wunderbaren dunkelblauen Siamaugen...) unbedingt beschützt werden.
Wer nicht die Geduld, Liebe und das nütige Wissen mitbringt und innerhalb der Rassegrenzen durch Selektion die realisierbaren Ziele zu erreichen versucht, wendet sich besser einem anderen Hobby zu.
Diese türkische Katzenrasse muü in ihrer natürlichen, ursprünglichen Schünheit, ihrer gesundheitlichen Robustheit und ihrem unvergleichlichen Charakter naturgetreu erhalten bleiben.

 

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April 1998, updated 20.2.1999